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Ansprechpartner

Jens Rodenhäuser

Geschäftsführer
Tel. 0441 925139-0
rodenhaeuser@lindenenergy.com

Häufige Fragen im Zusammenhang mit Windkraftprojekten

1. Wie stark beeinträchtigt der Schattenwurf einer Windenergieanlage die Anwohner?
Eine Windenergieanlage erzeugt auf Grund ihrer baulichen Höhe und des sich drehenden Rotors Schatten. Dieser ist abhängig von der Höhe der Anlage, von der Jahreszeit und von Stand- und der Intensität der Sonne. Entsprechend den „Hinweisen zur Ermittlung und Beurteilung der optischen Immissionen von Windenergieanlagen“ des Arbeitskreises Lichtimmissionen der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Immissionsschutz darf der Schattenwurf von Windenergieanlagen nicht länger als 30 Stunden pro Jahr und 30 Minuten am Tag auf ein Wohnhaus wirken. Dieses entspricht einer tatsächlichen metrologischen Beschattungsdauer von etwa 8 Stunden pro Jahr. Bei Überschreitung dieser Dauer müssen die Windenergieanlagen abgeschaltet werden, solange ihr Schatten auf den Immissionspunkt fällt.
Schattenwurf ist nicht zu verwechseln mit dem früher häufig  genannten „Discoeffekt“. Dieser trat bei älteren Anlagen durch Lichtreflexe an den Rotorblättern auf. Dieser Effekt ist jedoch durch veränderte Oberflächen der Rotorblätter bei modernen Windenergieanlagen nicht mehr zu finden.

2. Wieviel Geräusch erzeugt eine moderne Windenergieanlage?
Beim Betrieb von Windenergieanlagen werden Geräusche erzeugt. In erster Linie entstehen diese beim Umströmen der Rotorblätter und beim Vorbeistreichen am Turm.
Geräuschimmissionen durch weitere technische Anlagen wie z.B. Getriebe, Transformatoren oder Kühlungssystemen sind in den letzten Jahren durch die fortgeschrittene Technik minimiert worden.
Aus Lärmschutzgründen müssen gesetzliche Abstände von Windenergieanlagen zu Wohnhäusern eingehalten werden. Die zulässige Geräuschimmission ist im Bundesimmissionsschutzgesetz und der TA-Lärm (Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm) gesetzlich geregelt. Diese gesetzlichen Vorgaben sind Bestandteil des Baugenehmigungsverfahrens. Ihre Einhaltung muss durch unabhängige Gutachten belegt werden.  

3. Gehen vom dem durch moderne Windenergieanlagen erzeugten Infraschall Gesundheitsgefährdungen aus?

Windenergieanlagen erzeugen wie viele andere Geräte, z.B. Ventilatoren, Klimaanlagen, Kühlschränke, aber auch natürliche Quellen wie Wellengang und Brandung, Gewitter usw. Infraschall. Dieser wird bei Windenergieanlagen in erster Linie durch Wirbellösungen an den Rotorblattspitzen erzeugt, aber auch durch Verwirbelungen an Kanten, Spalten und Verstrebungen.
In einer Vielzahl von Forschungsarbeiten ist die biologische Wirkung dieser Tieffrequenztöne untersucht worden. Beschrieben werden Ermüdungsentscheidungen, Konzentrationsproblemen oder auch eine Störung des Gleichgewichts als Auswirkung einer intensiven Exposition mit Infraschall.  Die von Windenergieanlagen ausgehenden Immissionen sind jedoch schon wegen der großen Entfernung zwischen Wohnhäusern und Anlagen weit von den Werten entfernt,  die im Zusammenhang mit den oben genannten Effekten genannt werden.

4. Geht von einer modernen Windenergieanlage eine Gefahr aus hinsichtlich Eisabwurfes aus?
Eine Gefährdung durch Eisabwurf im Windpark kann heute fast ausgeschlossen werden. Bei entsprechender Wetterlage werden die Windenergieanlagen durch eine Eiserkennung (Unwuchtautomatik, Sensoren usw.)  abgeschaltet.
Alternativ können  Windenergieanlagen mit einer Rotorblattheizung ausgestattet werden, die eine Eisbildung verhindert.
In jedem Fall wird durch Hinweisschilder im Gefahrenbereich auf die Gefahr hingewiesen. Auch sieht der Gesetzgeber im Genehmigungsverfahren zur Gefahrenabwehr Abstände zu Verkehrswegen und Gebäuden vor.

5. Wie hoch ist die Brandgefahr von modernen Windenergieanlagen?
Die Wahrscheinlichkeit eines Brandfalles an einer Windenergieanlage ist gering.
Alle Hersteller erarbeiten für ihre Anlagentypen ein Brandschutzkonzept. Hierbei wird die Windenergieanlage mit Sensoren überwacht und bei Überhitzung abgeschaltet. Auch Rauchmelder und Temperaturfühler helfen bei der Früherkennung und Vermeidung von Bränden. Durch moderne, brandhemmende Werkstoffe und reduzierte Betriebsstoffe wie Getriebeöl, Schmierstoffe und Kabel wird die Brandgefahr minimiert.

6. Sind Windenergieanlagen eine Bedrohung für Vögel und Fledermäuse?
Todesfällen durch Kollisionen kommen vor und sind in unserer technisierten Welt an keiner Stelle auszuschließen. Das Risiko der Kollision von Vögeln mit Windenergieanlagen ist nach Ansicht des Deutschen Naturschutzrings (DNR) in der Vergangenheit allerdings zu hoch bewertet worden. Zahlreiche Studien zeigen, dass Windenergieanlagen Vögel vergleichsweise gering beeinträchtigen.
Der BUND bestätigt diese Studienergebnisse und verweist im Vergleich auf fünf bis zehn Millionen Vögel, die jährlich im Straßenverkehr sterben.
 Nicht alle Vogel- und Fledermausarten gelten als schlaggefährdet. Für die Arten, die als sensibel gelten, verlangt der Gesetzgeber für das Bauleitverfahren umfangreiche Untersuchungen und Gutachten. Hierzu zählt unter anderem eine 12-monatige Vogelkartierung bei der zwischen Brut-, Rast- und Zugvögeln unterschieden wird. Schon bei mittelgroßen Windparks ist eine umfassende Umweltverträglichkeitsprüfung Bestandteil des Genehmigungsverfahrens.
Auch Fledermäuse werden im Zuge eines Monitoring erfasst und ihr Bewegungsprofil ausgewertet.
Gefahren für Vögel und Fledermäuse können so durch Standortwahl und zeitweise Abschaltung minimiert werden.

7. Wie groß ist der Flächenbedarf für eine moderne Windenergieanlage?
Die Windenergie verfügt über den geringsten Flächenbedarf unter den erneuerbaren Energien. Für die Errichtung und den Betrieb einer Windenergieanlage werden ca. 3.000 – 4.000 m² benötigt. Diese setzen sich zusammen aus Fundament, Kranstellfläche und einer Zuwegung. Während der Bauphase werden noch sogenannte Montageflächen benötigt, die jedoch nach Errichtung der Anlage wieder zurückgebaut werden und landwirtschaftlich/forstwirtschaftlich genutzt werden können. Diese land- und forstwirtschaftliche Nutzung gilt auch für die Kranstellflächen und die Zuwegungen nach der Errichtung der Anlage. Nicht selten werden die Kranstellflächen als Lagerflächen für Holz, Futtermittel oder Stroh genutzt.

8. Wie schnell liefert eine Windenergieanlage mehr Energie als zu ihrer Herstellung und Errichtung nötig war (energetische Amortisationszeit)?
Eine moderne Windenergieanlage erzeugt in 20 Jahren je nach Standort zwischen 40 und 70 Mal so viel Energie als ihre Herstellung und Errichtung und Entsorgung verbraucht. So liefert eine Windenergieanlage schon nach 3-7 Monaten saubere Energie mit einer positiven Klima- und Energiebilanz.

9.  Vertragen sich Windenergieanlagen mit Landschaftsbild und Tourismus?
Windenergieanlagen sind Eingriffe in die Landschaft. Dasselbe gilt jedoch für alle Infrastruktureinrichtungen, seien es herkömmliche Kraftwerke, Tagebaugebiete oder Strommasten.
Windenergieanlagen tragen aktiv zum Klimaschutz bei und helfen Natur und Landschaft zu bewahren. Zahlreiche Umfragen zeigen, dass viele Menschen Windenergieanlagen mit Modernität, Innovation und Umweltschutz verbinden. Auch die Werbung hat diesen Trend für sich entdeckt. Viele Produkte (Lebensmittel, Autos) werben mit diesem positiven Image.  
Untersuchungen von Tourismusforschungsinstituten zeigen, dass Windenergieanlagen keine nachweisbare Auswirkung auf den Fremdenverkehr haben. Vielerorts werden Windenergieanlagen in Kombination mit Informationstafeln und Aussichtsplattformen touristisch genutzt und tragen auch hier zu einer positiven Wertschöpfung bei.  

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